
Wie Mitwirkung der Bevölkerung gelingt
In einem Gespräch mit unserem Content Partner Miro Hegnauer von Konova gehen wir der Frage nach, wie der Einbezug der Bevölkerung vonstattengeht und wie er gelingt. Dabei zeigt sich: Es geht auch darum, wie das aufbereitet wird, wozu die Leute Stellungen nehmen sollen.
02.07.2026 – Konova ist eine Unternehmung, die es noch nicht so viele Jahre gibt. Die Gründung geht auf das Jahr 2017 zurück. Auslöser war ein Auftrag aus Obwalden. Es ging um eine Vernehmlassung. Das ist ein aufwändiger Prozess. Verschiedene Tools sind jeweils im Einsatz. Es geht um verschiedene Office-Produkte wie Word, Outlook, Power Point und Excel. Zusammen mit dem Kanton entwickelte Konova eine innovative digitale Lösung. Sie besteht darin, dass die bisher genutzten Tools in eine einzige Anwendung überführt. Die neue Gesamtlösung vereinfachte nicht nur den Prozess, sondern bot auch ganz neue Möglichkeiten, wie solche Prozesse abgewickelt werden können. Mittlerweile ist die Lösung «E-Mitwirkung» in rund 180 Gemeinden, Städten und Kantonen im Einsatz. Miro Hegnauer ist der Gründer und CEO und das Team umfasst 11 Personen. Die Cloud-Lösung läuft auf Servern, die in der Schweiz stationiert sind.
Typischerweise sind es Gemeinden ab ca. 4’000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die die E-Mitwirkung anwenden. Aber auch zahlreiche Kantone wie Bern oder Zürich gehören zum Kundenkreis. Denkbar sind Einzelprojekte, doch meisten sind Abomodelle im Einsatz, die das Tool ständig einsatzbereit halten für den Fall von neuen Projekten, bei denen die Bevölkerung einbezogen werden soll. Gerade bei Ortsplanungsrevisionen, wo der Einbezug der Bevölkerung gesetzlich zwingend erforderlich ist, haben die Gemeinden mit dem Angebot von Konova gute Erfahrungen gemacht. Mehr und mehr kommt es aber auch vor, dass informelle Partizipation betrieben wird, wie beispielsweise bei einem Schwimmbadprojekt oder einem neuen Spielplatz. Die Herausforderung besteht darin, dass die Gemeinde ein klares Verständnis von Dialog und Partizipation haben muss.
Da Konova nicht nur eine Software-Bude ist, die ein Tool verkauft, sondern die Gemeinden aktiv im Prozess begleitet, hat sie aus der Praxis heraus ein weiteres Tool entwickelt, das sich «Projektdossier» nennt. Denn entscheidend für die Qualität der Mitwirkung ist die Verständlichkeit der Unterlagen, die es zu beurteilen gilt. Nur wer gut informiert ist, kann wirkungsvoll partizipieren.
Doch oftmals ist genau diese verständliche Aufbereitung der Unterlagen für die Gemeinde eine Herausforderungen, da Zeit oder das Knowhow fehlen. Hier schafft das Projektdossier Abhilfe, indem in nur 5 Minuten basierend auf den Unterlagen, wie z.B. einer Botschaft oder einem Bericht, eine verständliche Projektinformation mitsamt interaktiven Chatbot bereitsteht. Erstmalig nutze das Projektdossier die Gemeinde Weggis bei der Fusion mit Greppen. Die Bevölkerung konnte sich dadurch einfach informieren, während die Gemeinde erfuhr, welche Themen besonders relevant sind. Über 270 Fragen wurden gestellt und beantwortet. Mit guter Akzeptanz wurde die Fusion an der Gemeindeversammlungen angenommen.






