
Die City Management Disziplin formiert sich
Die Damen und Herren Citymanager der Schweiz bilden eine Gruppierung und tauschen Ideen und Erfahrungen aus. Was dabei im Fokus steht, erzählen sie im Podcast «Kommunal-Geplauder».
16.06.2026 – «Citymanagement» ist eine junge Disziplin. Sie ist eine Unterkategorie der Branche Standortförderung, wie Wirtschaftsförderung, Standortmarketing, Gebietsentwicklung oder Gebietsmanagement, um nur einige aufzuzählen. In der Branche bekannt ist sie erst seit rund 6 Jahren. Die Spezialisierung erfolgte durch den Wandel der Innenstädte mit neuen Konsumgewohnheiten und Konsumverhalten. Reaktionen waren erforderlich.
Eine Stadt nach der anderen hat ein Citymanagement einzuführen begonnen, mittlerweile haben rund 10 Städte eine solche Funktion eingeführt. Rheinfelden und Aarau waren am Anfang, Schaffhausen folgte mit Mandatsvergabe an eine Agentur. Luzern und Olten nutzen gemeinsame Tools. Weitere Beispiele sind St. Gallen, Liestal und Davos und neu ab August auch Winterthur. Nun beginnt sich die Gilde zu formieren.
Um Romana Waller aus Aarau und Christoph Eschmann aus Schaffhausen bildet sich jetzt eine lose Gruppierung, die den Austausch pflegt und sich regelmässig trifft. Es begann als WA-Gruppe ganz informell, wie Christoph Eschmann im Podcast erläutert. Es folgten Treffen und der nächste Schritt ist eine Webseite.
Dabei werden gute Beispiele ausgetauscht. So berichtet Christoph Eschmann von einem Projekt in Schaffhausen, das sich „First Friday“ nennt und Geschäften erlaubt, gemeinsam ihre Angebote zu inszenieren. Nach anfänglicher Skepsis stiess die Idee auf Goodwill und wurde zum Erfolg.
In Aarau gibt es die Einkaufsevents wie das Night Shopping, das als interessante Projektideen zur Inspiration anregt. Ansonsten steht, gemäss Romana Waller, vor allem die Sichtbarmachung der attraktiven Einkaufsortes im Zentrum und der Angebotsmix. «Hier bin ich sehr proaktiv unterwegs.» Bei bevorzugten Lagen besteht sogar eine Warteliste von Firmen, die bereitstehen für den Fall, dass jemand ausziehen möchte.
Immer mehr Städte äussern ihr Interesse an einer Mitwirkung im Erfahrungsaustausch. Der Beitritt ist kostenfrei und der Nutzen ist gross. Wer mitmacht, profitiert vom Erfahrungsaustausch und kann Ideen einbringen, denn neues Denken ist gefragt. Innenstädte entstehen nicht zufällig, sie bilden sich dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Ideen teilen und mutig Zukunft gestalten. Nicht selten dominieren da und dort traditionelle Vorstellungen und der Mut zu Neuem ist lediglich teilweise vorhanden. Diesen Mut für Neues gemeinsam aufzubringen und Chancen für die Städte der Zukunft zu nutzen, das ist die zentrale Aufgabe des Citymanagements.






