
Eine Ansiedlungsbemühung hält eine ganze Region in Atem. Wettingen will, Würenlos sperrt, Otelfingen rangelt und ein Politiker will die Standortförderung gleich ganz abschaffen.
01.April 2026 – kein Scherz: «Ist das Programm mal ein graus, Hitachi hat den Knopf für «aus». Die TV-Werbung für die japanischen Bildgeräte sind vielen noch im Sinn. Wie erinnerlich sucht Hitachi einen neuen Standort. Wettingen liegt vorn. Wir haben immer wieder mal darüber berichtet.
Doch die Sache ist komplex. Die Anlage soll auf eine schützenswerte Wiese zu stehen kommen. Würenlos meint, das gehe nicht. Schliesslich habe man diesen Raum im Rahmen des Agglomerationsparks Limmattal als Sulperg-Rüsler-Spange mal schützen wollen.
Ganz anders gegen die Ansiedlung von Hitachi in Wettingen ist Otelfingen. Die Zürcher Gemeinde möchte die Firma ins Jelmoli-Gebäude lotsen.
Das Gezerre ruft Politiker auf den Plan. Tim Voser meint, wenn man sich nicht auf Wettingen einige, könne man gleich die regionale Standortförderung beerdigen, sie führe ja zu nichts.
Vor all diesem Hintergrund schaltet sich nun die Aargauer Standortförderung mit einer Art State oft he Union in die Debatte ein. Für Verena Rohrer, Leiterin der kantonalen Standortförderung, wäre das gemäss Limmattaler Zeitung vom 01.04.2026 das Worst Case Szenario. Der Verkehr- und Siedlungsdruck würde in der Region Baden-Wettingen trotzdem zunehmen, aber die Steuereinnahmen und die Entwicklung ginge an den Kanton Zürich über.
Wettingen sei klar besser, weil Hitachi hier massgeschneidert realisieren könne, was auf die betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten sei.
Derweil zeigt die Hitachi-Belegschaft Flagge. Am traditionsreichen Limmatlauf vom 28. März 2026 trat eine ganze Heerschaar in gelben Hitachi-Leibchen an. Kein Zweifel: Es geht um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen für die Region.






