
Die Medienlandschaft verändert sich rasant. Immer mehr Lokalzeitungen verschwinden und hinterlassen Kommunikationslücken. Für Gemeinden stellt sich damit die Frage: Wie erreichen wir unsere Bevölkerung künftig zuverlässig mit relevanten Informationen?
Die Gemeinde Ebikon hat früh erkannt, dass der Wegfall des «Rontalers», eine Lokalzeitung, eine Kommunikationslücke hinterlässt. Statt ausschliesslich auf Gemeindewebseite oder soziale Medien zu setzen, wurde mit «Ebikon Aktuell» eine moderne Informationsplattform geschaffen, die sich an heutigen Informationsgewohnheiten orientiert. Die App wurde gemeinsam mit coditive AG entwickelt.
Der Erfolg liegt in der Strategie: Die App dient nicht nur der Gemeindeverwaltung, sondern als zentrale Plattform für das gesamte Dorfleben. Vereine, Schulen, Musikschule, politische Parteien und Organisationen können ihre Informationen ebenfalls veröffentlichen. So entsteht ein lebendiges lokales Informations-Ökosystem, das die Informationslücke durch den Rückgang lokaler Medien schliesst.
Erfolgsfaktoren:
- Push-Benachrichtigungen gelangen wichtige Informationen direkt auf das Smartphone der Bevölkerung – schnell und unkompliziert.
- Datenbasierte Optimierung: Die App liefert wertvolle Erkenntnisse, welche Themen besonders nachgefragt werden und welche Inhalte die höchste Reichweite erzielen. Dies ermöglicht eine Kommunikation, die gezielt an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet ist.
- Niedrige Einstiegshürde: Die App kann einfach über bekannte App-Stores installiert werden und funktioniert ohne komplizierte Registrierungsprozesse. Diese Einfachheit ist entscheidend für breite Nutzung.
- Inklusive Kommunikation: Mit automatischer Übersetzung von Beiträgen in mehrere Sprachen wird ein wichtiger Schritt in Richtung moderner Gemeindekommunikation gemacht.
Das Beispiel Ebikon zeigt, wie eine Gemeinde ihre Kommunikation neu denken kann. Sie versteht sich nicht mehr nur als Absenderin von Informationen, sondern als Betreiberin einer lokalen Informationsplattform, die Bevölkerung, Vereine, Schulen und Organisationen miteinander verbindet.
Für viele Schweizer Gemeinden könnte dieses Modell in den kommenden Jahren richtungsweisend werden – insbesondere dort, wo lokale Medienangebote zurückgehen.
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