
Die stille Vorsorgelücke im Gemeindehaus
Wer ein Gemeindeamt übernimmt, reduziert oft das Pensum im Hauptberuf – und spart unbemerkt weniger fürs Alter. Ein Einkauf in die Pensionskasse schliesst die Lücke, verbessert die Rente und senkt die Steuern. Für 2026 muss das Geld allerdings bis Ende Jahr bei der Kasse sein. ARISCO zeigt, worauf es ankommt.
Die stille Vorsorgelücke im Gemeindehaus – sie lässt sich jetzt noch vor Jahresende schliessen.
Wer ein Gemeindeamt übernimmt, reduziert oft das Pensum im Hauptberuf. Was dabei leise mitschrumpft: der versicherte Lohn – und mit ihm das künftige Altersguthaben. Ein Einkauf in die Pensionskasse schliesst solche Lücken, verbessert die Altersleistungen und senkt die Steuerrechnung. Für 2026 allerdings nur, wenn das Geld bis Ende Jahr bei der Kasse ist.
Warum sich ein Einkauf lohnt
Milizamt, Teilzeit, Lohnsprung, Auslandjahre, später Berufseinstieg: Lücken in der zweiten Säule entstehen schneller, als man denkt. Die Entschädigung fürs Amt ist je nach Reglement gar nicht oder nur teilweise versichert. Wie gross die eigene Lücke ist, zeigt der Vorsorgeausweis: Der maximal mögliche Einkauf steht drauf. Jeder eingekaufte Franken erhöht später Rente oder Kapital – und ist bei ordentlicher Veranlagung vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Wer gestaffelt über mehrere Jahre einkauft, bricht zusätzlich die Progression.
Was mit dem Geld passiert
Der Einkauf bleibt bis zum Bezug der Altersleistungen in der Kasse gebunden und wird gleich verzinst wie das übrige Altersguthaben. Solange es dort liegt, fallen weder Einkommens- noch Vermögenssteuern an – besteuert wird erst beim Bezug.
Drei Stolpersteine
1. Sperrfrist. Wer innert drei Jahren nach dem Einkauf Kapital bezieht – auch für Wohneigentum –, verliert den Steuerabzug. Frühere Vorbezüge fürs Eigenheim müssen in der Regel vorher zurückbezahlt sein.
2. Reglement. Nicht jede Kasse zahlt Einkäufe im Todesfall als separates Kapital an die Hinterbliebenen aus. Ein Blick ins Reglement lohnt sich, bevor Sie überweisen.
3. Deckungsgrad. Ein Einkauf in eine Kasse in Unterdeckung kann Sanierungsbeiträge und tiefere Verzinsung bedeuten. Prüfen Sie die finanzielle Stabilität Ihrer Kasse.
Tipp für Gemeinden als Arbeitgeber
Die Frage «Soll ich mich einkaufen?» landet im November regelmässig bei den Personalverantwortlichen. Wer Mitarbeitende früh auf Einkaufspotenzial, Fristen und Stolpersteine hinweist, punktet als Arbeitgeber – ohne selbst beraten zu müssen. Massgebend ist der Zahlungseingang bei der Kasse; viele setzen interne Fristen bereits Mitte Dezember.
Jetzt Vorsorge prüfen!
Vorsorgelücken schliessen, Altersleistungen verbessern, Steuern sparen – ob und wie viel sich lohnt, hängt von Alter, Steuersituation, Pensionierungsplänen und der eigenen Kasse ab.
ARISCO unterstützt Sie dabei, Chancen und Risiken Ihrer persönlichen Situation unabhängig zu beurteilen.
Roger Rogenmoser, ARISCO Versicherungen AG, 044 986 30 07 oder roger.rogenmoser@arisco.ch
Gefahren im Griff – Chancen im Blick.
