
Digitalisierung in Gemeinden wird oft mit Online-Schaltern oder neuen Fachapplikationen verbunden. Weniger sichtbar — aber im Ernstfall deutlich kritischer — ist die Frage, wie schnell Mitarbeitende in einer Notsituation erreicht werden.
Die Gemeinde Volketswil hat genau dort angesetzt. Das bisherige Alarmierungssystem war zu wenig zuverlässig. Bei Tests kamen Meldungen teilweise nicht an. Für eine Gemeindeverwaltung mit kritischen Infrastrukturen ein reales Risiko.
Heute alarmiert Volketswil rund 150 Mitarbeitende zentral über App, SMS, E-Mail oder Telefon. Entscheidend war dabei nicht nur die Technologie, sondern auch die organisatorische Umsetzung: Die verschiedenen Abteilungen wurden früh eingebunden und Prozesse individuell definiert.
Kurz nach der Einführung kam das System bereits im Ernstfall zum Einsatz. Nach einem Vorfall im Gemeindehaus konnten Mitarbeitende und Einsatzkräfte rasch informiert werden.
Der Fall zeigt exemplarisch, wie sich kommunale Digitalisierung verändert: weg von isolierten Lösungen, hin zu zentralen Plattformen für kritische Prozesse und Krisenkommunikation.
Volketswil plant bereits die nächsten Ausbauschritte und will künftig auch weitere Standorte wie Sportanlagen oder das Freibad integrieren.
