
Zug: Alles Kirsch oder was?
Schnappsideen waren keine gefragt. Doch das Zuger Volk durfte kreativ werden. Die Zuger FDP hat mithilfe eines innovativen Online-Tools die grauen Zellen der Innerschweizerinnen und Innerschweizer belebt und animiert.
26.02.2026 – Im Gespräch beantwortet Michael Brunner, Kommunikationsverantwortlicher der Kantonalpartei die Frage, weshalb hier nicht die Behörden, sondern eine Partei eine Umfrage durchführt, wie das Tool funktionierte, was seine Vorzüge und Herausforderungen sind und natürlich auch, welche Erkenntnisse die Partei nun für die nächsten Wahlen im Herbst 27 gewonnen hat.
Es sei, so Michael Brunner im Podcast «Kommunal-Geplauder», Aufgabe der Politik, zu dienen und zu führen. Bedürfnisse zu erheben, gehöre zur Kategorie des Dienens. Deshalb habe man dieses Dialogprojekt gestartet und mit umfassenden Werbeanstrengungen das Zuger Volk eingeladen, mitzumachen.
Man habe zudem bewusst nicht ein einfaches Umfrage-Tool gewählt wie beispielsweise Surveymonkey eines ist, sondern das äusserst innovative Instrument von BrainE4, erläutert Brunner weiter. Als Start habe man ein Set von Ideen eingespeist und die Bevölkerung eingeladen, zu bewerten. Wer teilnahm, erhielt jeweils immer zwei Ideen aufs Mal zugespielt, die gegeneinander abzuwägen, abzulehnen oder zu ergänzen waren.
Der Prozess habe gezeigt, dass es auch mit grossen Werbeanstrengungen nicht einfach ist, eine grosse Beteiligung zu realisieren. Man habe auf eine Beteiligung von 10 Prozent der Zuger Wohnbevölkerung gehofft. Doch statt der erwarteten 10’000 hätten nur rund 500 mitgewirkt. Überrascht habe ihn aber anschliessend die Qualität der Antworten und der statistischen Auswertung von BrainE4, lobt Brunner. «Ich habe das Management Summary des Lieferanten fünfmal gelesen und jedes Mal besser gefunden.»
Herausgekommen sind klare Prioritäten. Eine Mehrheit will, dass lang hier lebende Menschen einen Vorzug haben, wenn es um Wohnungen geht. Zudem findet sie, in der Schule müsse man wieder Grundfertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben priorisieren.
Die FDP wird nun, wie Michael Brunner, Kommunikationschef, im Gespräch mit Bruno Hofer erläutert, über die Bücher gehen und sehen, wo eine Ausrichtung für Wahlen im nächsten Herbst nötig ist.
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