
Was Gemeinden aus gescheiterten Fusionen lernen können
Nicht jede Fusion gelingt. Aber aus jedem Projekt kann man Schlüsse ziehen. Vom Beispiel «Surbtal» im nördlichen Teil Kanton Aargau lernen wir, dass nur gelingt, was als gemeinsame Notwendigkeit und Vision erkannt wird. Ein Podcast mit Ralf Werder, Leiter des Leitungsausschuss und Gemeindeammann von Endingen.
05.01.2025 – Vier Gemeinden standen im Visier: Endingen, Lengnau, Schneisingen und Tegerfelden. Am Anfang stand eine umfassende Bestandesaufnahme. Sie wurde durch Ralf Werder koordiniert, Gemeindeammann von Endingen und die treibende Kraft der Fusion. Jedes Detail wurde analysiert und offen darüber kommuniziert. Man wollte zeigen, was alles hinter diesen Gemeinden steckt, erläutert Werder im Podcast. Zugrunde lag eine gemeinsame Zusammenarbeit, die im Format «Perspektive Surbtal» gebildet worden war. Zur Vorbereitung des Fusionsdokuments gehörte die Einsetzung von zahlreichen Arbeitsgruppen und die Durchführung einer Bevölkerungsumfrage. Sowie zahlreiche kommunikatorische Massnahmen.
Bei der Vorbereitung der Abstimmung begann es, harzig zu werden. Es bildeten sich Gegner, die sich um eine Webseite mit dem Titel «Zusammenarbeit statt Fusion» gruppierten. Es kam zur Ablehnung am 23. Juni 2025. Werder zieht das Fazit: «Es ist uns nicht gelungen, ein Gemeinschaftsgefühl für die ganze Talschaft zu erzeugen.» Warum bleibt eine offene Frage. Es mag aber auch mit dem Ungleichgewicht der Finanzlage zusammenhängen. Lengnau ist schuldenfrei und schreibt seit Jahren Überschüsse. So ist es nicht überall.
Die Zusammenarbeit wird aber weitergeführt. Die vor der Diskussion implementierte Partnerschaft in zahlreichen Gemeinden hat sich ja bewährt. Hören Sie das ganze Gespräch hier im Podcast.






