
Katrin Hinkel, CEO von Microsoft Schweiz, startete am 26.01. in der NZZ eine Bildungsoffensive. Doch das Problem des US-Anbieters liegt anderswo.
04.02. – KI soll verantwortungsvoll und produktiv eingesetzt werden. Das fordert Katrin Hinkel, CEO von Microsoft, in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung. Bis 2030 würden 60 Prozent aller Arbeitnehmenden weltweit eine Schulung benötigen, sage eine WEF-Studie. Das betrifft auch die Verwaltungen in Städten und Gemeinden. «In der neuen digitalen Wirtschaft bedeutet Mitarbeiterentwicklung auch, ihnen die Fähigkeiten zu geben, KI verantwortungsvoll und produktiv einzusetzen.» Sie bezieht sich auf eine Studie des WEF.
Sicher ist, an einigen Orten hat Schulung und Bewusstseinsbildung schon eingesetzt. Und an nicht wenigen Orten dazu geführt, gerade Microsoft und Co. zurückzudrängen.
So warnte unlängst Experte Daniel Burgwinkel in einem Gastbeitrag dieses Portals, Schweizerische Bürgerdaten seien vor dem Zugriff ausländischer Behörden zu schützen. Der US-Cloud Act sei ein rechtliches Risiko. «Dieses Gesetz erlaubt amerikanischen Behörden den Zugriff auf Daten von Microsoft, selbst wenn diese auf Servern in der Schweiz gespeichert sind.»
Frankreich hat denn auch Weichen gestellt. Statt Microsoft Teams beispielsweise, soll Visio genutzt werden.
Auch Kommunen in Dänemark und das Bundesland Schleswig Holstein wollen sich von US-Anbietern lösen. Auch das österreichische Wirtschaftsministerium hat teilweise auf eine Nextcloud-basierte Kollaborationsplattform umgestellt.
Viele sind am Prüfen. Doch ein breiter Trend zum „shift away“ ist (noch) nicht zu erkennen. Zu gross sind die Umstellungskosten, zu unbekannt ist der Nutzen der Alternativen.
So bleibt der Rat von Katrin Hinkel richtig: Man muss sich weiterbilden. Ob das allerdings dazu führt, dass Microsoft mehr Umsatz macht, bleibt offen. Die Aktie jedenfalls könnte einen Anschub vertragen.






