
Zu wenig, zu teuer: Wohnungskrise in der Schweiz. Jetzt kommt mit der Gesellschaft für erschwingliches Wohnen GEW ein neuer Player auf den Markt. Wie will er das Problem lösen? Im Gespräch mit Balz Halter, Präsident des Verwaltungsrates der Halter Immobilien.
10.03.2026 – Balz Halter ist nicht nur Immobilienunternehmer, er initiiert auch übergeordnete Projekte. So hat er beispielsweise mit Urbanistica, der Vereinigung für guten Städtebau, eine Bewegung angestossen, die mittlerweile zahlreiche Unterstützer hat. Es geht um Verdichtung in urbanen Räumen. Auch die Wissenschaft ist eingebunden, in der Person von Vittorio Magnago Lampugnani, ein emeritierter Professor für Städtebau der ETH Zürich. Im Sommer 2023 wurde ein Manifest erlassen, gefolgt später von einer Resolution mit Vorstossideen im Bundeshaus. Eine statistische Untermauerung fand sich mit einer SOTOMO-Studie, die das Verdichtungspotential aufzeigt und dabei deutlich macht, dass nicht grossflächig verdichtet werden muss, sondern nur in 30 Prozent aller Flächen.
Und nun neu kommt die Gesellschaft für erschwingliches Wohnen auf den Plan. Ebenfalls mit Balz Halter in der Urheberschaft. Was hat ihn bewegt, hier aktiv zu werden? Es sei die Gewissheit, – so Halter im Podcast von Hofer Kommunalmanagement – dass man mit einem Team von Fachleuten in der Lage sei, preisgünstigen Wohnraum zu entwickeln und dass dies auch für Investoren durchaus attraktiv sein könne. Die Rendite sei zwar nicht so hoch wie bei anderen Immobiliengesellschaften, aber dafür falle auch das Risiko weg, dass Neubauten gerade wegen der hohen Preise keinen Absatz fänden.
Die GEW verstehe sich als Partner für Behördenverantwortliche, die in Gemeinden, Städten, Agglomerations- und Tourismusgemeinden dringend erschwinglichen Wohnraum benötigen. Aufgrund ihrer Professionalität sei die GEW in der Lage, dies zu tun, auch ohne Gemeindefinanzen übermässig zu belasten. Der Start sei geglückt, urteilt Halter und erste Investoren hätten bereits ihre Bereitschaft zur Beteiligung signalisiert. Es ist zu hoffen, dass das neue Instrument ein Baustein wird, der beiträgt, die Wohnungsnot zumindest in einem gewissen Ausmass zu lindern.
Zum ausführlichen Gespräch geht hier lang…






