
Der «gute» Gemeinderat
Tipps für mehr Freude im Amt.
Was muss er wissen? Was muss er können? Wie muss er sein?
Zu diesen drei Fragen hier in der Folge ein paar Bemerkungen aus der Praxis.
Wissen
Er muss definitiv nicht alles wissen. was aktuell in den Medien herumgeistert. Vor allem muss er nicht aktiv aus Wissensforschung gehen. Was er wissen muss, wird ihm zugetragen. Zum Beispiel natürlich durch meinen Newsletter. Den sollte er nicht abbestellen. Vieles anderes hingegen schon. Es geht hier eher um die Abschottung vor der Nachrichtenflut. Er muss aber Dossierfest sein. Hier kann er gar nicht zuviel investieren.
Können
Umgehen mit Menschen ist die wichtigste Eigenschaft, die ein Gemeinderat haben muss. Schreiben, lesen und rechnen sind weniger wichtig. Fürs Erste hat man KI, fürs Zweite siehe oben (Wissen) und fürs Dritte gibt es Excel und Rechenmaschinen. Viele sagen dem, er müsse kommunizieren können. Für mich ist Umgehen aber wichtiger. Kommunizieren reduziert die Anforderung gedanklich auf Worte. Mit Menschen umgehen ist wesentlich mehr. Gesten können Launen steigern oder stören, die Mimik kann ein Herz zum Fliegen bringen oder zusammenbrechen, Blicke können beleben oder Motivationen ersterben lassen.
Sein
Gesund sein ist das a und o. Es bedeutet heute nicht mehr die Abwesenheit von Krankheit. Es meint Fitness im umfassenden Sinn. Treppen steigen ohne Schnappatmung, Gelassenheit bei Wutausbrüchen anderer, Dankbarkeit und Zufriedenheit als Richtschnur. Ausgeschlafenheit, psychische Stabilität, robuste Hirnaktivität. Für all das gibt es Rituale und Routinen die Gemeindeverantwortliche sich zu eigen machen können. Für mehr Freude im Leben und im Amt. Nicht überarbeiten: Für Arbeitsheldentum hat es keine Ecke im Gemeindehimmel.
ps. Das Ganze gilt natürlich auch für Gemeinderätinnen.






