
Aesch setzt auf Online-Tools
Um die grosse Zuwanderung zu absorbieren und integrieren, hat Gemeindepräsident André Guyer eine Online-Strategie implementiert.
Aesch ist eine Gemeinde im Kanton Zürich mit einem starken Wachstum. Sie liegt auf Rang drei im Kanton. «Das hat zur Folge, dass es viele Zuziehende hat», berichtet André Guyer, der Gemeindepräsident, in dieser Plattform. Die Herausforderung bestehe nun darin, dass viele nicht verwurzelt sind mit den lokalen Gegebenheiten. Ein Einbezug aller sei hingegen nötig, um eine Entwicklung zu ermöglichen, die allen zugutekommt und sämtliche Anliegen und Erwartungen möglichst optimal erfüllt.
Weil nicht immer alle vor Ort sind und weil der Einbezug im Rahmen der bestehenden Formate mit ausschliesslich analogen Angeboten nicht mehr für alle zeitgemäss sind, hat die Gemeinde gezielt den Einbezug neuer technischer Möglichkeiten geprüft, erwogen und auch eingeführt.
«Der Erfolg gab uns recht», berichtet Guyer im Gespräch weiter. «So haben wir beispielsweise den Entwurf einer Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) in einer breiten Vernehmlassung online gestellt und viele Rückmeldungen erhalten, die wir auch zur Verbesserung des Vorhabens einsetzen konnten.» So sei die Vorlage problemlos in den Gremien passiert.
In einer zweiten Aufgabenstellung sei es darum gegangen, die künftige Entwicklung der Gemeinde zur Debatte zu stellen. «Hier haben wir kein ausformuliertes Projekt vorgestellt, sondern nur ein paar Fragen zur Diskussion entworfen», erläutert Guyer. Diese seien dann in einem speziellen Online-Tool eingespiesen worden und alle Teilnehmenden konnten diese Ideen online bewerten, neue hinzufügen, unpassendes abwählen und so eine Hitparade der Top-Gedanken schaffen. «Das hat uns sehr geholfen. So haben wir beispielsweise erstaunt festgestellt, dass unsere Idee der Schaffung eines Dorfplatzes eigentlich gar keinem breiten Wunsch entsprach.»
Guyer, der als IT-Unternehmer natürlich ein Flair für Online-Tools hat, will in seiner Gemeinde weiterhin auf Online-Beteiligung setzen. «Wenn wir nur einfach ab und zu Orientierungsabende durchführen, kommt lediglich die immer gleiche Gruppe von Leuten, die wir natürlich auch alle sehr schätzen.» Doch Aesch ist mehr geworden als das Sammelbecken der schon lange Ansässigen.






