Begonnen wurde im Seetal vor einem halben Jahr. Das Taxi-Rufsystem, das aus dem Berner Oberland stammt, schloss 11 neue Stationen in den Kantonen Aargau und Luzern an.

Pate standen die beiden Entwicklungsträger IDEE SEETAL mit Roger Brunner im Kanton Luzern sowie der «Lebensraum Lenzburg-Seetal» mit Jörg Kyburz im Kanton Aargau. Über die Kantonsgrenze hinweg wurde ein innovatives Projekt zum Vorteil der Bevölkerung umgesetzt. Die Vorbereitung war umfassend: Das Entwicklungskonzept KEK Seetal unter der Leitung von Gabi Lauper schaffte die ideelle Basis. Man will gemeinsam den Standort fördern. Der öffentliche Verkehr soll gestärkt und unterstützt werden.

Taxito ist eine Mitfahrgelegenheit, eine Art Taxi-Ruf-System. Automobilisten können Geld verdienen, wenn Sie an Taxito-Stationen wartende Fahrgäste mitnehmen.

Die Bilanz nach dem ersten Halbjahr ist positiv, wie die Aargauer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 09.12.2021 berichtet. Fast 200 Personen wurden mitgenommen. Ein viertel der Fahrten fielen auf den Abend oder die Nacht. Das markiert das Bedürfnis!

Der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP), der bei der Lancierung Unterstützung signalisierte, sagt jetzt: «Ich bin über die Entwicklung erfreut. Es zeigt sich, dass das Stöppeln 4.0 ein Bedürfnis ist.»

Taxito ist jedoch mehr als nur eine Mitfahrgelegenheit. Es hat auch einen gesellschaftlichen Aspekt. Durch die Mitnahme entstehen Kontakte und Gespräche, es findet das statt, was in einer Region, die zusammenwachsen will, strategisch sehr erwünscht ist: Community-Building. Damian Müller postuliert denn auch: «Jetzt gilt es dranzubleiben, damit wir Taxito weiterentwickeln können.» Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ihr

Bruno Hofer

15.12.2021