Wer hätte das gedacht: Nicht Singapore und nicht Atlanta, nicht Shanghai und nicht Perth, nicht Dubai oder Doha, nicht Buenos Aires und nicht Chicago und: Nein, auch nicht Zürich. Es ist Luzern in der Innerschweiz. Die Region mit dem Vierwaldstättersee und seinen Dampfschiffen, der Rigi und dem Titlis und Konferenzlocations wie dem Bürgenstock. Diese «Stadt» und ihr Umland werden von einer international beachteten Publikation aus dem Vereinigten Königreich hervorgehoben als die weltbeste business-Location für das Jahr 2022. Wenn das nun mal keinen Run auf Anfragen gibt!

 

Hier sei, so die Jury, sehr vieles einfach top. Top wie keine andere Location auf der Welt. Und zwar aus vier Hauptgründen.

 

  1. Tiefe Kosten: Gemeint sind auch die Steuern.
  2. Qualifizierte Arbeitskräfte: Grosser Pool an Hochqualifizierten, motivierten, innovativen Menschen mit Sprachfähigkeiten und internationaler Ausrichtung.
  3. Tolle Lage und Erreichbarkeit: Aus dem Herzen der Schweiz seien wichtige Märkte bequem bespiel- und erreichbar. Interessant auch, dass hier der Begriff der Metropolitanregion Zürich erwähnt wird. Luzern sei Teil davon.
  4. Hohe Lebensqualität: In Luzern werde gearbeitet, wo andere ihre Ferien verbrächten. Eine Top Life-Work Balance. Rundum positive Faktoren.

 

Was sagt der Direktor der Luzerner Wirtschaftsförderung dazu? Ivan Buck reagiert nüchtern: «Es hat mich gefreut, dass Luzern international wahrgenommen wird.» Und er hofft, dass Luzern auch in Zukunft auf den Radar der internationalen Ansiedlungen gelangt. Verantwortlich für die guten Rahmenbedingungen sei die Politik. Die Standortförderung habe die Aufgabe der Promotion, des Managements von Ansiedlungen und die Bestandespflege, sowie die Unternehmensentwicklung. Dies für den ganzen Kanton. «Die Wirtschaftsförderung Luzern hat einen aktiven Austausch mit den rund 400 grössten Unternehmen im Kanton Luzern. Für alle anderen rund 31’000 Firmen sind wir genauso da, wenn sie uns brauchen. «Keiner zu klein, um wichtig zu sein», lautet unser Credo.»

 

Die Dienstleistungsqualität der Wirtschaftsförderung Luzern wird effektiv geschätzt, wie eine Umfrage von DemoScope vom Herbst 2020 gezeigt hat. Finanziert wird die Luzerner Wirtschaftsförderung nach dem PPP-Modell. «60 Prozent der Mittel stammen von rund 175 Netzwerkpartnern.» erläutert Buck.

 

 Aus meiner Sicht könnte das Rating der Startschuss sein für einen neuen innerschweizerischen Wettbewerb. Zürich und sein Flughafen müssen sich sputen. Mit Luzern hat sich ein Hub entwickelt in den letzten Jahren, der mit Ansiedlungen Furore macht und mit Marketing-Offensiven. Zu denken ist nur schon an das WEF, das beinahe in die Innerschweiz gekommen wäre. Gewichte sind gesetzt, aber nicht ein für alle Mal.

 

Ihr

Bruno Hofer

24.12.2021