Smart City ist gemäss Wikipedia ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und inklusiver zu gestalten. Dabei stehen technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen im Vordergrund. Der Begriff findet sich auch in der Standortvermarktung. Kern ist die intelligente Nutzung von vorhandenen Daten.

Aus meiner Sicht gehört jedoch eine Grundüberlegung dazu: Smart City Anwendungen sollen der Wohnortförderung und der Wirtschaftsförderung dienen. Will heissen, dass sie das Leben für Menschen in einem Standort angenehmer machen, einfacher, komfortabler, effizienter und wenn immer machbar auch kostengünstiger.

Die einfachste Herangehensweise an Smart City besteht in der Auflistung von bestimmten Beispielen:

Hier eine Auswahl:

E-Mobilität: Tankstellen für Elektroautos oder E-Bikes. Weniger Lärm und Verschmutzung in der City.

Smart-Buildings: Im Gebäudemanagement lassen sich Aufzüge, Rolltreppen, Jalousien oder Klimaanlagen steuern, aber auch Füllstände von Abfallcontainern können digital erfasst werden. Mehr Komfort und weniger Aufwand.

Verkehrssteuerungen: Schnelle Wegbeschreibungen anzeigen bei Stausituationen, beim knappen Parkplatzmanagement, Anpassung von Nachtbeleuchtungen in Abhängigkeit von Frequenzen. Das Anzeigen von Schadstoffgrenzwerten kann auch dank Sensoren gesteuert werden. Apps zur Steuerung multipler Verkehrsanbieter schaffen Transparenz und können bis zu Car-Sharing führen. Eine Lösung für Verkehrsprobleme.

Energieversorgung: Informationsaustausch im Stromnetz. Automatisierte Netzleitsysteme organisieren die Verteilung und Speicherung des benötigten Stroms und stellen eine nachhaltige Versorgung sicher. Effiziente Energieverbrauchssteuerung.

Wassermanagement: Hierbei geht es um ein optimiertes Management der Versorgung, Behandlung und Aufbereitung von Wasser unter besonderer Berücksichtigung von Meldeketten im Alarm- und Wartungsfall. Förderung von Sicherheit und Gesundheit der Einwohnerschaft.

Smart City meistern bedeutet zu erkennen, dass es sich bei diesem Thema nicht um ein Projekt handelt, sondern um eine generelle Grundhaltung. Diese hört nicht an der Gemeindegrenze auf. Es braucht eine umfassende Perspektive, die all drei Ebenen des Landes im Blick hat: Bund, Kantone und Gemeinden, aber auch einen Fokus setzt auf Städte und Regionen.

Um eine Smart City zu werden braucht es einen Grundsatzentscheid und ein Konzept. Dieses beschreibt die Potenziale und Ziele sowie die Lösungsmöglichkeiten inklusive Planung und Budget. Zentral ist eine umfassende Vernetzung. Eine Integration aller Teillösungen in einen digitalen Masterplan. In Europa gelten Kopenhagen, Wien und Barcelona als Vorzeigebeispiele (gemäss Handelsblatt Research).

Ihr

Bruno Hofer

03.11.2021

 

Quellen: Wikipedia; – Die intelligente Stadt der Zukunft – Wie Smart-City-Technologien Städte effizienter, nachhaltiger und lebenswerter machen.