
08.09.2025 – Die regionale Standortförderung des Zürcher Unterlandes positioniert sich neu. Sie will mehr Wirkung erzielen und ihren Mitgliedern Mehrwert bringen. Angebote sollen bekanntgemacht und stärker genutzt werden. Dies erläutert Corin Meier, stellvertretende Geschäftsführerin, im Interview.
Welches ist die bedeutendste Stärke der Region? Worin unterscheidet sie sich von anderen Regionen?
Corin Meier: Die Stärke des Unterlands ist seine Vielfalt. Es vereint Stadt und Land und hat dabei tolle Wohnlagen mit viel Lebensqualität und Naherholung zu bieten sowie auch innovative Firmen mit attraktiven Arbeitsplätzen. Ein Highlight ist sicherlich der Rhein, von dem viele nicht einmal wissen, dass er auch durch den Kanton Zürich fliesst. Der Verein ist in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Kultur tätig und beruht nicht nur auf der klassischen Standortförderung im wirtschaftlichen Sinn.
Man wolle den Wiedererkennungswert der Marke ZüriUnterland steigern. Warum ist das wichtig?
Das ist wichtig, weil eine Bekanntheit dazu beiträgt, dass möglichst viele Gemeinden und Firmen/Institutionen Teil unseres Vereins werden wollen und sich damit identifizieren können. So repräsentieren wir wiederum die Region und verschaffen möglichst vielen Angeboten mehr Sichtbarkeit.
Der Online-Auftritt wurde erneuert. Wie wird sichergestellt, dass dieser Auftritt im Publikum zur Kenntnis genommen wird?
Wir haben einen Newsletter-Verteiler mit aktuell 5’419 Abos, wodurch wir relativ viele Personen aus der Region erreichen. Zudem sind wir immer aktiver auf Social Media unterwegs und haben bereits 1’035 Follower auf Instagram sowie 519 auf LinkedIn. Aber das Wichtigste sind unsere Mitglieder, die in ihrem Umfeld erzählen, dass man auf unseren Kommunikationskanälen zu Informationen kommt. Und bei uns gilt das Bring-Prinzip – Mitglieder können uns also spannende Inhalte immer zukommen lassen und wir schauen, wie und wo wir diese verbreiten können. Zudem planen wir, unsere Inhalte auch auf anderen Plattformen zu integrieren, z.B. bei Zürich Tourismus oder House of Winterthur. Zudem haben wir eine Zusammenarbeit mit der regionalen Kulturagenda.
Viele Gemeinden sind dabei, andere nicht. Hingegen wirkt diese regionale Standortförderung über mehrere Kantone hinweg. Nimmt man sich da nicht ein bisschen viel vor?
Bei uns dürfen alle Mitglieder werden, die sich mit dem Unterland identifizieren oder einen Mehrwert in einer Mitgliedschaft sehen. Im südlichen Teil der Region agiert auch die Flughafenregion und einige Gemeinden müssen sich aus finanziellen Gründen entscheiden, bei welcher Organisation sie Mitglied werden wollen. Glücklicherweise gibt es auch Gemeinden, die sich für eine Doppelmitgliedschaft entscheiden wie Bülach und Rümlang.
Was ist das Hauptziel der neuen Standortförderung? Mehr Besucher für Kulturanlässe, mehr Firmenansiedlungen, mehr Wir-Gefühl oder alles miteinander? Nimmt man sich da nicht ein bisschen viel vor?
Unser Ziel besteht darin, den Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten und für die Bevölkerung aus der Region sowie für Interessierte von ausserhalb Angebote und Veranstaltungen sichtbar zu machen, um diese wiederum zu fördern.
Vielen Dank für dieses Gespräch. Die neue Strategie ist hier zum Download verfügbar.






