Aktuell ist der Infohunger bei den Firmen in Ihrer Gemeinde sicher schier unermesslich. Alle wollen viel wissen: Wann geht es normal weiter? Wie kann ich mich vorbereiten? Wo bekomme ich Unterstützung? Wann gibt es die Tests? Wo kann ich wann Impfungen erhalten? Fragen über Fragen.

Hinzu kommt der Stress. Firmen sind verunsichert. Ihre Pläne wurden immer wieder über den Haufen geworfen. Es ist wie Slalomfahren am Skihang und ständig werden die Tore umgestellt. Es ist etwas völlig Undenkbares Wirklichkeit geworden. Wie konnte so etwas nur geschehen? Nicht wenige fürchten schlicht um ihre wirtschaftliche Existenz.

In dieser Zeit tut sich für Ihre Gemeinde und Ihre lokale Standortförderung eine wirklich ganz grosse Chance auf. Sie können sich jetzt als Standortförderer profilieren. Als Standort, der sich um seine Firmen sorgt und Ihnen Unterstützung bietet.

Fahren Sie jetzt eine Vernetzungsstrategie. Erweitern Sie gerade jetzt Ihr Kontaktnetz rapide.

Bedienen Sie Ihre Firmen mit aufmunternden Informationen. Zeigen Sie ihnen, dass das Wohlergehen der lokalen Wirtschaft für Sie ein zentrales Anliegen ist.

Was es dazu braucht?

Als Grundlage zuerst eine Adressdatenbank. Das bedeutet zwar einen gewissen Aufwand. Er lohnt sich aber sicherlich und zahlt sich aus. Ergänzend dazu gehören in eine solche Firmen-Datenbank auch Informationen über Zuzugsjahr in die Gemeinde, Gründungsjahr der Firma, Anzahl Mitarbeitende, Branchenhinweise und weitere nützliche Daten. Eine erweiterte Adressliste.

Ja, ich weiss, das gibt Arbeit. Hinzu kommt, dass solche Sammlungen anschliessend immer aktuell gehalten werden müssen. Das gibt Arbeit, ist aber lohnend.

Denn der Wert eines solchen Adressenstamms ist unermesslich. Ist er einmal aufgebaut, kann er grosse Dienste leisten. Nicht nur jetzt, zur aktuellen Beruhigung der Gemüter in der Corona-Krise. Nein, auch nachher, wenn längst wieder Normalität eingekehrt ist. Sie haben dann ein Instrument in der Hand, das es Ihnen stets erlaubt, ihre Firmen zu pflegen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

  • Nutzen Sie die Liste für den Versand eines Fragebogens über Zufriedenheit mit dem Standort.
  • Nutzen Sie die Liste für Einladungen, zum Beispiel zu einem Netzwerkanlass, an dem Sie die Firmen untereinander bekanntmachen.
  • Nutzen Sie die Liste aber auch, um gezielt einer Firma zu einem Jubiläum oder zu einem grossen Erfolg zu gratulieren.
  • Nutzen Sie die Liste, um zu analysieren, welche Ansiedlungsstrategie Sie fahren wollen.

Was sollen wir den Firmen nun aber in der aktuellen Situation schicken? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Lassen Sie Ihnen die Informationen zukommen, die Sie auf der Webseite Ihrer Gemeinde zur Corona-Krise ohnehin bereits öffentlich gestellt haben. Es geht in erster Linie darum, dass Sie sich mit dem, was Sie bereits publiziert haben, direkt an die Ansprechpartner wenden und Ihr Unterstützungsangebot personalisiert wiederholen. In vielen Fällen funktioniert nämlich das Holprinzip nicht. Oft muss man etwas nachhelfen und selbst aktiv werden. Dazu braucht es Adressmaterial und so schliesst sich der Kreis. Viel Erfolg!

Roland Danz, im Deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt für die Gemeinde Kamenz bereits seit über 30 Jahren als Vorsteher im Amt bringt es genau auf den Punkt, denn er sagt, Wirtschaftsförderung beginne zuerst bei den bereits angesiedelten Unternehmen. «Mit denen tausche ich mich aus, erkunde ihren Bedarf, ihre Interessen und bleibe in aktiver Beziehung zu ihnen. Daraus kann ich dann auch schliessen, was weitere Investoren benötigen, die sich für unseren Standort interessieren.» Wirtschaftsförderung sei zudem nicht nur Sache des Chefs. «In der Praxis ist das keine Ein-Mann-Angelegenheit, sondern geht alle was an – besonders alle in der (..)Verwaltung. (…) Neben der obligatorischen Fachkompetenz geht es auch um die Qualität der Kommunikation. Wie freundlich ist man, wie aufgeschlossen, wie serviceorientiert?» Auch bei potenziellen Investoren zähle oft der erste Eindruck. Wie eine Kommune nach aussen wirkt, ist demnach von allen verantwortlichen Menschen abhängig, nicht allein vom Oberbürgermeister, meint Danz. Dem brauche ich nichts hinzuzufügen.