
«Mo Moll, dasch e Familiebad!»
Er hat aus der Therme eine Familiendestination gestaltet: Peter Schläpfer, Direktor der Bad Zurzach Tourismus AG. Ende Februar 2026 wird er pensioniert. Gelegenheit, mit ihm über seine Erfahrungen bei der Neupositionierung einer Marke zu sprechen und auszuloten, wie von seinen Erfahrungen Destinationen profitieren können.
Bad Zurzach, 17.11.2025 – Wie positioniert man ein Thermalbad? Und lässt sich daraus eine Lehre ziehen für die Vermarktung von Destinationen allgemein? In Bad Zurzach hatte man früher diese Frage nicht gestellt. Da war eine Reha-Klinik, Die Badegäste rekrutierten sich automatisch aus dem Patientenpool. Hatte man früher ein Hüftleiden, das ein Implantat erforderte, «kostete» das viele Wochen an Therapie inklusive Bäder. Auf einmal wars vorbei. Menschen mit frischen Hüftgelenken hüpften schon bald wieder herum und der Kurort Bad Zurzach stand vor Problemen. Die Patientenschar schrumpfte. Die Verantwortlichen stellten einen Marketingleiter ein in der Person von Peter Schläpfer. Der Appenzeller entwickelte mit seinem Team eine Vision und erzählte sie mir im Podcast schön der Reihe nach. Heute besteht die Familiendestination aus Therme, Hotellerie mit Familienzimmern und Wohnfässern. Hinzu kommen der Papa Moll-Weg, ein Krimitrail, Minigolf, Tierpark, und dem Rhein als Amazonas der Schweiz.
Das Beispiel zeigt, dass ein Denken out oft he Box manchmal genau das Richtige ist. Ausprobieren.






