Am Ursprung der Sekunde entstand die Idee: Das Toggenburg geht im Rahmen seiner Standort-Entwicklung neue Wege, um die Jungen in der Region zu halten.  Angeboten wird Co-Working Space. Und dies in Lichtensteig, mitten im ländlichen Raum. Das Dienstleistungsangebot ist jedoch viel mehr als nur das Teilen von Arbeitsplätzen. Es ist eingebettet und verbunden mit einer Idee der Innovation. Mathias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig und Präsident des Vereins „Ort für Macher*innen“ erläutert gegenüber Hofer Kommunalmanagement AG, Sinn und Zweck der Idee.

Hofer Kommunalmanagement AG: Herr Müller, Warum überhaupt ein Macherzentrum? Was war der Auslöser der Idee?

Mathias Müller: Bei der Postschliessung wurden in Lichtensteig Räumlichkeiten frei an zentraler Lage, die man für Co-Working-Lösungen zu nutzen begann. Daraus ist nun ein ideeller Überbau entstanden. Es geht um Innovation und Fortschritt. Vor allem diverse Gründer*innen machen mit. Das Macherzentrum ist zu einer spannenden Anlaufstelle für Neugründer geworden.

Hofer Kommunalmanagement AG: Warum ein Macherzentrum gerade im Toggenburg?

Mathias Müller: Das Toggenburg ist traditionell für Innovation bekannt. Denken wir nur an die Textilindustrie, an zahlreiche Firmengründungen und an wissenschaftlichen Erfindergeist: Der in Lichtensteig geborene Jost Bürgi erfand im Mittelalter die Zeiteinheit Sekunde. Auch heute ist dieser traditionelle Geist der Innovation lebendig. Es gilt aber, diese fortschrittlichen Kräfte zusammenzubringen, zu bündeln, damit noch mehr Synergien und Dynamik entstehen können. Dazu dient das Macherzentrum.

Hofer Kommunalmanagement AG: Welche Dienstleistungen erbringt das Macherzentrum?

Mathias Müller: Das Macherzentrum ist in erster Linie ein co-Working-Space. Man kann einen Arbeitsplatz mieten und erhält Zugriff auf Gemeinschaftsinfrastruktur wie W-Lan, Sitzungszimmer, gemeinsam nutzbaren Geräten wie Drucker und ähnliches. Der zweite Aspekt besteht in der Bereitstellung von spezifischen Dienstleistungen für Gewerbler. So findet beispielsweise ein Social Media Coaching statt. Geplant sind auch Workshops für Neugründer. Hier soll geholfen werden, dass Ideen auf den Boden kommen. Und drittens sollen gemeinsame Projekte initiiert werden, regelmässige Machertreffs stattfinden und zudem prüfen wir Sharing-Angebote (z.B. Auto).

Das Team des Macherzentrums umfasst bereits rund 15 Köpfe. Zudem lässt es sich auch von Corona nicht bremsen. Am 04.02.2021 findet bereits der nächste Machertreff statt. Im Virtuellen Raum.

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