In zahlreichen ländlichen Gemeinden der Schweiz ist die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs weggebrochen. Die Lebensqualität und damit die Attraktivität an solchen Standorten leidet darunter.

 

Da weder die Politik noch der Markt es schaffen, solche Entwicklungen wirkungsvoll abzubremsen, sind neue Lösungsansätze gefragt. Zur nachhaltigen Sicherung der Daseinsvorsorge (Versorgung) werden deshalb Projekte von der Bürgerschaft direkt initiiert und mit allen Akteuren vor Ort umgesetzt. Vor allem in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Ein Beispiel dafür ist das Projekt NahDa, das im Rahmen der Wirtschaftsförderung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald angesiedelt ist und vom K-Punkt Ländliche Entwicklung vorangetrieben wird. Starke ländliche Räume sind deren Zielsetzung. «Wie ein Knotenpunkt vernetzen wir Akteure und Akteurinnen aus Zivilgesellschaft, Politik, Kirche und Wirtschaft.» so die Initianten auf ihrer Webseite.

 

Jetzt wird an einer Veranstaltung vom 26. April 2022 in Kirchzarten ein multifunktionales Dorfzentrum vorgestellt.

 

Ein NahDa-Zentrum wird passgenau für den ortsspezifischen Bedarf entwickelt und bietet neben Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs weitere Angebote und Dienstleistungen, die im Ort bisher fehlen und benötigt werden. Dabei kann es sich um medizinische und soziale Angebote handeln, um Gastronomie, Post- und Paketdienste, Bankdienstleistungen oder innovative Mobilitätsangebote.

 

Ein NahDa-Zentrum kann aber auch ein die Generationen übergreifender Ort für Begegnungen sein, Co-Working anbieten, Kreativ-Werkstätten oder Wohnraum. Solche NahDa-Zentren entstehen oft in leerstehenden oder untergenutzten Gebäuden im Ortskern.

 

Die Veranstaltung vom 26. April 2022 hat zum Ziel, Hilfestellungen zu diskutieren, damit NahDa-Prozesse ausgelöst werden und erfolgreich durchgeführt werden können.

 

Der Anlass beginnt um 09:30 mit der Begrüssung durch Monica Settele, K-Punkt Ländliche Entwicklung. Anschliessend stellt Ingrid Engelhart das Erasmus-Projekt NahDa vor. Danach werden best practice Beispiele präsentiert.

 

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die in ihrer Gemeinde die nachhaltige Daseinsvorsorge stärken und gemeinsam mit anderen ein multifunktionales Zentrum für Daseinsvorsorge initiieren möchten.

Ihr

Bruno Hofer

31.03.2022