Wird das WEF die Innerschweizer Standortgunst wieder verbessern?

Die Innerschweiz hat für die Wirtschaft an Standortgunst eingebüsst. Dies zeigt die neue Jahresanalyse der Credit Suisse, die am 14.10.2020 veröffentlicht wurde . Mit Ausnahme von Zug sind alle Kantone zurückgefallen:

Luzern von Rang 7 auf 8, Nidwalden von 5 auf 7 und Obwalden von 12 auf 14. Dieser Bericht ist keine gute Nachricht. Wer liest, dass die Standortgunst abgenommen hat, wird nicht alsogleich das Handy zücken und die Nummer eines der Standortförderer in der Innerschweiz wie beispielsweise Ivan Buck anwählen.

Im Gegenteil. Selbst wenn er das geplant hatte, wird er nun zögern und sich auf andere Standorte fokussieren. Beispielsweise Genf! Dieser Kanton hat um viele Plätze zugelegt. Für die Innerschweiz heisst das: Da scheint ein Impuls nötig zu sein. Schlechte Nachrichten können nur durch gute Nachrichten in Überzahl wett gemacht werden. Und da scheint nun ja das WEF im nächsten Frühling auf dem Bürgenstock gerade wie gerufen zu kommen.

Das WEF ist ein Brand. Das WEF steht für verschiedenen Begriffe: WEF als Motor für Vernetzung von Politik, Wissenschaft und Politik. Das WEF als Impulsgeber für die Wirtschaft, das WEF als Propagandaplattform für die ganze Welt.

Der Bürgenstock anderseits ist auch zu einem Brand geworden. Einerseits als attraktiver Tourismusort für Kongresse und Events. Anderseits aber auch als sagenumwobener Versammlungsort der Allergrössten dieser Welt. Eine Bilderberg-Konferenz fand zum Beispiel 1960 hier statt.

Es darf also Hoffnung gehegt werden in den Austragungsort und in das WEF der Innerschweiz. Zu hoffen ist, dass der Teilnehmerkreis jenem von Davos entsprechen wird, die Durchführung hochklassig sein wird und damit eine Imagewirkung entfaltet wird, die sich in konkretem Nutzen für die Region ausweisen wird.

Doch vor zu grossem Optimismus sei gewarnt. Wer glaubt damit das Ansiedlungsmanagement pushen zu können, dürfte falsch liegen. Die Ansiedlung von Unternehmen in spezifischen Arealen von Bedeutung ist mit guter PR für die Region noch lange nicht getan. Das ist Knochenarbeit die viel Zeit, Energie, Know How und Power braucht. Man muss Kontakte knüpfen, dranbleiben und vor allem: Man braucht tragfähige Konzept und Unterlagen zu konkreten Angeboten.

Deshalb wird ein WEF in der Innerschweiz zwar schon von Bedeutung sein aber einerseits nur als Dauereinrichtung und weniger als Eintagsfliege und zweitens lediglich als flankierende Aktion der Standortvermarktung und nicht als singulärer Event.

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