Das Schiff steht nicht still, es wartet nur

Von der Corona-Krise zur Covid-Chance.

Ein Schiff im Hafen wie hier im Bild, steht still. Wie die Gesellschaft im aktuellen quasi-Lockdown in der Corona-Krise. Doch die gute Seite der Corona-Krise ist die Minderung von Kalender-Stress. Während sich im Normalfall Termin an Termin reiht, man von einem Ort zum andern unterwegs ist, sich Hektik verbreitet und Aufruhr, kehrt plötzlich wieder Ruhe ein. Das Hamsterrad wird angehalten. Man tut weniger. Die Spesenausgaben werden kleiner, Durchatmen ist nicht mehr etwas, das man nur vom Hörensagen kennt. Und es steht zu erwarten, dass dieser Zustand der Ruhe noch eine Weile andauern wird. Anlässe sind abgesagt, Versammlungen unterbunden. Alles, was nicht unbedingt nötig ist, wird hinausgeschoben.  Ich nenne das, was vor uns liegt mal die Covid-Chance. Gemeindeverantwortliche nutzen deshalb nun die Zeit, weniger IN statt AN ihrer Gemeinde zu arbeiten. Sie nutzen die aktuelle Phase für die konzeptionelle Tat. Ist unsere Gemeinde richtig unterwegs? Bestehen die richtigen Ziele, ja haben wir überhaupt eine Vorstellung davon, welche Vorzüge und Eigenschaften unser Standort im Vergleich zu anderen überhaupt hat? Wie werden wir wahrgenommen? Bei der Einwohnerschaft, bei den Fremden, bei Firmen, bei Ansiedlungswilligen? Spitäler verschieben Operationen, die nicht unbedingt zeitlich dringend sind, auf der Zeitachse nach hinten. Es geht also. Gemeindeverantwortliche können das auch tun. Nicht alles, was auf einer Agenda steht, hat die Pflicht sofort erledigt zu werden. Dafür wäre es ein gutes Ziel, jetzt die Zeit zu nutzen, nach einer Standortbestimmung auch gleich Standortziele zu bestimmen. Wo soll die Reise hingehen, wenn wir dann wieder die Koffer packen können? Viele Gemeinden haben ja ihre Leitbilder, Visionen und Strategien. Warum nicht jetzt hingehen und diese einer Überprüfung unterziehen? Wie wäre es, wenn der Corona-Lockdown im Rückblick zur Covid-Chance mutieren würde? Wenn wir daraus hervorgingen in der Erkenntnis, dass wir es gut gemacht haben. Der Vorteil der Krise liegt auf der Hand. Sie gibt uns Zeit und Gelegenheit. Beides Dinge, die in der Hektik des Alltags Mangelware sind. Packen wir die Chance! Gerade jetzt.

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