bh_2
Neu: Zu diesem Newsletter führen wir einen Feedback-Zoom durch. Er findet heute um 11:00 Uhr statt. Hier klicken zum teilnehmen.
Im Kommunal-Newsletter vermitteln wir regelmässig hilfreiche Tipps für Gemeinden zu Themen der Standortförderung.
AREALENTWICKLUNG UND SIEDLUNGSMANAGEMENT

Ein „Kümmerer“ als Schlüsselfigur

210318areal
Vom brachliegenden Potential zur bewirtschafteten Immobilienfläche: Das Merkblatt Arealentwicklung und Siedlungsmanagement zeigt die Schritte zum Erfolg auf.
Gemäss dem von Bruno Hofer entwickelten systemischen Kommunalmanagement ist das Gebietsmanagement eine mehrere Funktionen übergreifende Tätigkeit, die zur Entwicklung und zum Betrieb eines definierten nutzbaren Raums führt. Die Methode des systemischen Kommunalmanagements beschlägt die drei Bereiche Standort-Entwicklung, Standort-Management und Standort-Kommunikation und wirkt in den spezifischen Funktionen Ansiedlungsmanagement, Wirtschaftsförderung und Standortvermarktung.
In der Regel hat man es mit einem kantonalen oder sogar überkantonalen Schlüsselareal zu tun, das ein hohes Entwicklungspotential aufweist.
In diesem Schlüsselareal müssen zuerst verschiedene Hausaufgaben erledigt werden. Zahlreiche offene Fragen sind zu klären. Es sind womöglich Grundlagen der raumplanerischen Entwicklung erst noch zu schaffen. Liegt das Areal in der Bauzone, der Landwirtschaftszone oder ist es Gewerbeland?
Alle Parzellen resp. Grundstücke müssen einzeln erfasst, beschrieben und mit allen Attributen versehen werden. Eine solche Basisdokumentation umfasst auch die Grundeigentümerschaft und deren kurz- und mittelfristigen Entwicklungsabsichten für jede Parzelle. Zu erfassen ist zudem die Erschliessungsqualität und die Möglichkeiten der Entwicklung, die auf diesem Schlüsselareal gemäss planerischen Grundlagen überhaupt denkbar sind. Allenfalls sind ja auch Umzonungen nötig. All diese Unterlagen sind zu erarbeiten unter Beizug von Behörden und der Grundeigentümerschaft.
210322

EXPERIMENTE MIT GRUNDEINKOMMEN

Neue Sicht auf altes Thema

210317stockton
Am 5. Juni vor fünf Jahren wurde sie klar und deutlich abgelehnt: Die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Fast 50 Prozent nahmen an der Abstimmung teil, fast 80 Prozent sagten zum Vorhaben Nein. Möglicherweise war das aber nicht das letzte Wort. Denn es gibt neue Evidenz, dass das nicht nur eine dummer Idee sein könnte.
Stockton, eine kleine Stadt in Kalifornien, ist zum Versuchslabor für ein bedingungsloses Grundeinkommen geworden. Zumindest der Idee nach. 125 Personen wurden – gemäss einem Artikel im Economist vom 13. März 2021 – während zweier Jahre jeden Monat ein Betrag von $ 500 einfach so ausgehändigt. Das Ganze war eine wissenschaftliche Studie mit einer kleinen Zahl von «Probanden». Die Aussagekraft ist somit wohl begrenzt. Die Auswahl erfolgte zufällig aus einer Grundgesamtheit von Menschen, die leicht unter der Mittelschicht lag. Das Geld konnten sie verwenden, wofür sie wollten. Es gab keine Vorgaben.
Die landläufige Weisheit würde nun suggerieren, dass dieses Geld schlicht verjubelt würde. Doch weit gefehlt.
Gegenüber einer Vergleichsgruppe, die ebenfalls ausgewählt, aber nicht mit Geld bedient wurde, entwickelten sich die Verhältnisse der Beschenkten positiv in Richtung vollwertiger Beteiligung in der Erwerbsgesellschaft. Mehr von ihnen hatten nach ein paar Monaten einen Vollzeit-Job als die anderen. Viele wurden ermuntert, ihre nicht zufriedenstellenden Teilzeitjobs fahren zu lassen im Bewusstsein, dass sie deshalb nicht verarmen, sondern im Gegenteil Zeit gewännen, sich nach einer Beschäftigung umzusehen, die ihnen Freude und Zufriedenheit und auch höhere Einnahmen verschafft. Das Extra-Geld von $500 durften sie ja behalten.
Es dürfte zu früh sein, Schlüsse zu ziehen aus solchen Experimenten. Aber sie erschüttern immerhin schon mal die These, wonach alle Menschen solche Extra-Geschenke einfach verjubeln. Zumindest in Kalifornien in Amerika ist das erwiesenermassen nicht der Fall. Schon oft wurden Dinge aus den Vereinigten Statten auf unseren Kontinent übertragen. Heute sind zwar oft auch andere Herkunftsmöglichkeiten beobachtbar. Aber aus Kalifornien hat die Schweiz jedenfalls zu Beginn der 80er Jahre immerhin schon mal den Katalysator für mehr Sauberkeit der Abluft bei Autos übernommen. Was Stockton durchführte, wird nun auch in anderen Gemeinden in den USA erwogen.


NETZWERK IST ALLES

Vom Wert einer guten Firmendatenbank

C2DD95CF-9DDC-4512-B9A3-F5193072EDE2
Aktuell ist der Infohunger bei den Firmen in Ihrer Gemeinde sicher schier unermesslich. Alle wollen viel wissen: Wann geht es normal weiter? Wie kann ich mich vorbereiten? Wo bekomme ich Unterstützung? Wann gibt es die Tests? Wo kann ich wann Impfungen erhalten? Fragen über Fragen.
Hinzu kommt der Stress. Firmen sind verunsichert. Ihre Pläne wurden immer wieder über den Haufen geworfen. Es ist wie Slalomfahren am Skihang und ständig werden die Tore umgestellt. Es ist etwas völlig Undenkbares Wirklichkeit geworden. Wie konnte so etwas nur geschehen? Nicht wenige fürchten schlicht um ihre wirtschaftliche Existenz.
In dieser Zeit tut sich für Ihre Gemeinde und Ihre lokale Standortförderung eine wirklich ganz grosse Chance auf. Sie können sich jetzt als Standortförderer profilieren. Als Standort, der sich um seine Firmen sorgt und Ihnen Unterstützung bietet.
Fahren Sie jetzt eine Vernetzungsstrategie. Erweitern Sie gerade jetzt Ihr Kontaktnetz rapide.
Bedienen Sie Ihre Firmen mit aufmunternden Informationen. Zeigen Sie ihnen, dass das Wohlergehen der lokalen Wirtschaft für Sie ein zentrales Anliegen ist.
Was es dazu braucht?
Als Grundlage zuerst eine Adressdatenbank. Das bedeutet zwar einen gewissen Aufwand. Er lohnt sich aber sicherlich und zahlt sich aus. Ergänzend dazu gehören in eine solche Firmen-Datenbank auch Informationen über Zuzugsjahr in die Gemeinde, Gründungsjahr der Firma, Anzahl Mitarbeitende, Branchenhinweise und weitere nützliche Daten. Eine erweiterte Adressliste.
Ja, ich weiss, das gibt Arbeit. Hinzu kommt, dass solche Sammlungen anschliessend immer aktuell gehalten werden müssen. Das gibt Arbeit, ist aber lohnend.
Denn der Wert eines solchen Adressenstamms ist unermesslich. Ist er einmal aufgebaut, kann er grosse Dienste leisten. Nicht nur jetzt, zur aktuellen Beruhigung der Gemüter in der Corona-Krise. Nein, auch nachher, wenn längst wieder Normalität eingekehrt ist. Sie haben dann ein Instrument in der Hand, das es Ihnen stets erlaubt, ihre Firmen zu pflegen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.
  • Nutzen Sie die Liste für den Versand eines Fragebogens über Zufriedenheit mit dem Standort.
  • Nutzen Sie die Liste für Einladungen, zum Beispiel zu einem Netzwerkanlass, an dem Sie die Firmen untereinander bekanntmachen.
  • Nutzen Sie die Liste aber auch, um gezielt einer Firma zu einem Jubiläum oder zu einem grossen Erfolg zu gratulieren.
  • Nutzen Sie die Liste, um zu analysieren, welche Ansiedlungsstrategie Sie fahren wollen.
Was sollen wir den Firmen nun aber in der aktuellen Situation schicken? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Lassen Sie Ihnen die Informationen zukommen, die Sie auf der Webseite Ihrer Gemeinde zur Corona-Krise ohnehin bereits öffentlich gestellt haben. Es geht in erster Linie darum, dass Sie sich mit dem, was Sie bereits publiziert haben, direkt an die Ansprechpartner zu wenden und Ihr Unterstützungsangebot personalisiert wiederholen. In vielen Fällen funktioniert nämlich das Holprinzip nicht. Oft muss man etwas nachhelfen und selbst aktiv werden. Dazu braucht es Adressmaterial und so schliesst sich der Kreis. Viel Erfolg!

Roland Danz, im Deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt für die Gemeinde Kamenz bereits seit über 30 Jahren als Vorsteher im Amt bringt es genau auf den Punkt, denn er sagt, Wirtschaftsförderung beginne zuerst bei den bereits angesiedelten Unternehmen. «Mit denen tausche ich mich aus, erkunde ihren Bedarf, ihre Interessen und bleibe in aktiver Beziehung zu ihnen. Daraus kann ich dann auch schliessen, was weitere Investoren benötigen, die sich für unseren Standort interessieren.» Wirtschaftsförderung sei zudem nicht nur Sache des Chefs. «In der Praxis ist das keine Ein-Mann-Angelegenheit, sondern geht alle was an – besonders alle in der (..)Verwaltung. (…) Neben der obligatorischen Fachkompetenz geht es auch um die Qualität der Kommunikation. Wie freundlich ist man, wie aufgeschlossen, wie serviceorientiert?» Auch bei potenziellen Investoren zähle oft der erste Eindruck. Wie eine Kommune nach aussen wirkt, ist demnach von allen verantwortlichen Menschen abhängig, nicht allein vom Oberbürgermeister, meint Danz. Dem brauche ich nichts hinzuzufügen.
WORAN WIR ARBEITEN

Nächste Themen des Kommunal-Newsletters


- Präsentation eines neuen Merkblatts zum Thema Siedlungsgebietsmanagement.

- Wie Firmenlisten als Arbeitsgrundlage in der Standortförderung helfen.

Wenn Sie ein Thema kennen, von dem Sie wünschen, dass wir es beleuchten: Einfach die Mail zurücksenden mit dem Hinweis. Vielen Dank.

Merkblätter von Hofer Kommunalmanagement AG

Die Merkblätter von Hofer Kommunalmanagement AG helfen Ihnen beim Thema Standortförderung. Impulse für die kommunale Ebene und darüber hinaus. Wählen Sie das passende in unserem Webshop aus.
So beleben Sie Ihre Gemeindewebseite
Wie nutzen Gemeinden Facebook?
Acht Schritte zur perfekten Gemeinde

Bruno Hofer
Hofer Kommunalmanagement AG
Riniken
Büro: 056 556 47 17
Direkt: 079 763 97 12
www.kommunalmanagement.ch
hofer@kommunalmanagement.ch

Weitere Unterlagen zum Kommunalmanagement
Newsletter abonnieren
Kommunal-Blog
bh_1
facebook twitter website pinterest